7 Tipps für erfolgreiches Corporate Influencing im B2B
1. Als strategisches Projekt behandeln
Beteiligen Sie Kommunikation, Marketing, Personalbereich und Fachabteilungen am Corporate Influencing. Machen Sie sich gemeinsam Gedanken über Ziele, Botschaften und Content-Strategie. Und wie Sie Ihre Corporate Influencer unterstützen können, diese nach außen zu transportieren.
2. Freiräume zugestehen
Damit Werte und Wahrnehmung nicht im Nebulösen verschwimmen, sollten Ihre Influencer Vision, Strategie und die Werte des Unternehmens kennen und berücksichtigen. Benennen Sie die Dos und Don‘ts für ein im Sinne des Unternehmens verantwortliches Handeln – aber legen Sie Ihre Botschafter nicht an die Leine, kontrollieren Sie nicht jeden Post oder Tweet. Wer Corporate Influencer zu stark einschränkt oder ihnen Botschaften in den Mund legt, schadet ihrer Authentizität. Die Kommunikation verliert an Glaubwürdigkeit und das Corporate Influencing an Wirkung.
Corporate Influencer verleihen Ihrem Unternehmen ein Gesicht, steigern dessen Reputation und Glaubwürdigkeit. Das sollten Sie honorieren: mit Vertrauen und Freiräumen.
3. Auf Freiwillige setzen
»Stolz auf sein Unternehmen zu sein darf keine Pflicht sein«, sagt die Siemens-Kommunikationschefin Clarissa Haller. Zurecht. Denn Corporate Influencing lebt von Freiwilligkeit. Suchen Sie nach Experten und Talenten unter Ihren Mitarbeitern, die bereits im Social Web und in Fach-Communities aktiv sind. Die bringen die notwendige intrinsische Motivation und das Engagement schon mit. Statt eines Leit-Influencers brauchen Sie viele verschiedene Botschafter für unterschiedliche Zielgruppen und Anlässe.
4. Als Arbeitszeit verstehen
Corporate Influencer verleihen Ihrem Unternehmen ein Gesicht, steigern dessen Reputation und Glaubwürdigkeit. Das sollten Sie honorieren: mit Vertrauen und Freiräumen. Und Vorgesetzten, die zum Mitmachen animieren und den Corporate Influencern den Rücken freihalten. Denen klar ist, dass diese Aktivitäten Zeit brauchen – und sich diese Aufgabe nicht einfach nebenher in der Freizeit erledigen lässt.
5. Fokus vereinbaren
Kein Mensch kann alles abdecken. Das gilt auch für Influencer. Sie brauchen ein klares inhaltliches Profil. Wer sich thematisch verzettelt, verliert in seiner Community an Relevanz.
6. Zu Ehrlichkeit verpflichten
Influencer müssen klar kommunizieren, in welchem Unternehmen sie arbeiten. Aber auch deutlich machen, dass sie im eigenen Namen und nicht im Auftrag des Unternehmens sprechen. Das bleibt der Job der Geschäftsleitung oder des Presse-Teams.
7. Effizient unterstützen
Kontrolle? Nein. Unterstützung? Ja. Wie? Zum Beispiel über Tools wie Sociable, LinkedIn Elevate, EveryoneSocial, Thought Horizon oder Smarp. Die nehmen Ihren Corporate Influencern Arbeit ab, weil sie damit definierten Content direkt in ihren Social Media Accounts verteilen können. So schlug das Content Sharing Programm von IBM den teilnehmenden Mitarbeitern täglich sechs Inhalte vor, die sie in ihren Netzwerken freiwillig teilen konnten. Und wer seinen Influencern zum Beispiel Header-Bilder zur Verfügung stellt, erspart ihnen nicht nur die zeitraubende Suche, sondern beugt auch visuellem Wildwuchs vor. Onlinehändler Otto wiederum hat für sein Corporate Influencer-Programm ein Baukastensystem für Influencer-Trainings entwickelt – mit Mentoren, die angehenden Influencern zur Seite stehen.
Diese 7 Tipps erschienen gemeinsam mit dem Blogbeitrag
Authentische Stimme aus dem eigenen Haus im Magazin Markenartikel 01/2019.