Diese Trends bringt das Jahr 2026
Neues Jahr, neue Impulse für die Kommunikation: 2026 zeichnen sich aus meiner Sicht drei wichtige Trends ab. Erstens: Wer seine Zielgruppen erreichen will, muss auf Relevanz und Individualität setzen – gezielte Ansprache in Communitys und Nischen wird dafür unerlässlich. Zweitens: KI-Enablement wird zum Erfolgsfaktor. Nur Unternehmen, die jetzt vom Teststadium ins systematische Anwenden kommen und die ihre Mitarbeitenden gezielt weiterbilden, können die Potenziale der Künstlichen Intelligenz wirklich ausschöpfen. Und drittens: Die Optimierung von Inhalten für KI-Suchsysteme entscheidet darüber, wer online wirklich gefunden wird. Dafür braucht es eine strukturierte GEO-Strategie.
1. Communitys, Nischen & Individualisierung
Heute zählt nicht mehr, wie viele Menschen eine Botschaft sehen, sondern wie sehr sie sich davon angesprochen fühlen. Die digitale Landschaft wird seit Jahren immer fragmentierter. Menschen suchen daher gezielt nach Communitys, in denen sie sich verstanden fühlen, nach Nischen, in denen ihre Themen wirklich zählen, und nach Marken, die sie individuell ansprechen.
Für mich ist Individualisierung der Schlüssel, um in der digitalen Landschaft wirklich durchzudringen. Wer seine Zielgruppen kennt und versteht, kann Inhalte und Angebote gezielt ausrichten – etwa über personalisierte Newsletter oder passgenaue Social-Media-Formate. Micro-Influencer und engagierte Community-Mitglieder werden zu Botschaftern, weil sie authentisch und glaubwürdig kommunizieren.
Was bedeutet das? Wer in Communitys investiert, Nischen besetzt und Individualisierung ernst nimmt, schafft echte Beziehungen und hebt sich vom Einheitsbrei ab
2. KI-Transformation & Enablement
Während viele Unternehmen in den letzten Jahren mit KI experimentiert haben, geht es jetzt um die systematische Implementierung von KI in Kommunikationsprozesse und die Skalierung im Unternehmen. An welchen Stellen in der Kommunikation und bei welchen Aufgaben macht es Sinn und sollte im Unternehmen breiter ausgerollt werden, und wo gibt es noch weiteren Testbedarf?
Entscheidend ist, die Mitarbeitenden kontinuierlich mitzunehmen und zu befähigen. KI-Weiterbildung und Enablement werden zum Schlüsselfaktor, damit Teams die neuen Möglichkeiten souverän nutzen können und nicht von der Entwicklung abgehängt werden. Und wie Studien zeigen und unsere eigenen Erfahrungen bestätigen: Führungskräfte spielen auch bei diesem Change eine besonders wichtige Rolle.
Was folgt daraus? Unternehmen, die jetzt systematisch in KI-Kompetenz investieren, sichern sich einen Vorsprung und machen ihre Kommunikation zukunftsfähig.
3. GEO – Generative Engine Optimization
Die klassische Suchmaschinenoptimierung bekommt Konkurrenz. Mit der Verbreitung von KI-basierten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT, Perplexity & Co. verändert sich, wie Inhalte gefunden und ausgespielt werden. GEO – Generative Engine Optimization – bedeutet, Inhalte so zu gestalten, dass sie von KI-Systemen verstanden und als relevant eingestuft werden.
Das erfordert neue Strategien: klare Strukturen, verständliche Sprache, relevante Meta-Informationen und ein Fokus auf echten Mehrwert für die Nutzer*innen. Wer sich jetzt mit GEO beschäftigt und zunächst analysiert, in welchem Maße LLMs bereits das eigene Unternehmen, die Marke oder Produkte berücksichtigt, macht einen ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Und auf Basis identifizierter Gaps sollten Kommunikationsabteilungen dann darangehen, Kanäle und Content den Bedürfnissen entsprechend anzupassen.
Sicher ist: GEO wird zum entscheidenden Faktor für digitale Sichtbarkeit. Wer seine Inhalte KI-optimiert gestaltet, bleibt auch im Zeitalter der generativen Suche relevant.
Integrierte Kommunikation ist gefragt
Alle diese Entwicklungen zeigen: Kommunikation muss integriert gedacht und geplant werden. Die Grenzen zwischen Kanälen, Disziplinen und Abteilungen verschwimmen. Silo-Denken war gestern – jetzt geht es um Teamwork, um den Austausch von Wissen und Ideen und um Strategien, die alle relevanten Bereiche einbinden. Gerade in Zeiten des Wandels braucht es klare Perspektiven und den Mut, neue Wege zu gehen.