GEO ist der neue Standard, um digitale Reputation im KI-Zeitalter zu steuern – das haben wir in unserem Artikel im Oktober bereits thematisiert. Heute geben wir einen Einblick, wie wir bei ph GEO-Strategien erarbeiten.

Wer in der Welt der KI-Suchmaschinen überzeugen will, kommt an Generative Engine Optimization (GEO), der strategischen Justierung der digitalen Reputation für die KI-Suche, nicht mehr vorbei. So viel ist klar. Doch Vorsicht: Wer GEO wie klassisches SEO versteht und nur auf Rankings und Trefferhäufigkeit schaut, verfehlt das eigentliche Ziel. Generative KI verlinkt nicht bloß Webseiten, sondern integriert Marken in individuelle Antworten. Entscheidend ist dabei nicht die Quantität, sondern die Qualität der Präsenz: Nur wer als relevante und glaubwürdige Quelle wahrgenommen wird, setzt sich durch – und genau darauf liegt unser Fokus bei ph.

Die Relevanz entscheidet

Warum ist eine qualitative Bewertung so wichtig? Viele SEO-Tools und -Teams übertragen ihren alten Denkrahmen einfach auf GEO und messen die Relevanz von Marken in KI-Antworten vor allem daran, wie oft und an welcher Stelle sie auftauchen. Doch genau diese Sichtweise greift im KI-Kontext zu kurz. Es reicht nicht, Positionen und Erwähnungen zu zählen. Entscheidend ist vielmehr, welche Rolle einer Marke in KI-Antworten zugeschrieben wird und in welchen Zusammenhängen sie erscheint.

Themenführerschaft sichtbar machen

Ein Beispiel: Eine KI-Suchmaschine haben wir gefragt, welcher große Energieversorger in Deutschland am nachhaltigsten ist. In der Antwort tauchen E.ON, EnBW, RWE und Vattenfall in genau dieser Reihenfolge auf. Im gleichen Satz heißt es jedoch, dass Nutzer:innen EnBW „derzeit meist am nachhaltigsten“ wahrnehmen. Aus reiner Ranking-Perspektive landet der EnBW also nur auf Platz zwei – inhaltlich ist das Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit jedoch die Nummer eins. Und das ist die wirklich relevante Antwort auf die gestellte Frage. Erst der qualitative Blick auf den Kontext zeigt, welche Marke bei einem Thema tatsächlich führend ist.

Der 5-Schritte-Plan im Detail

Doch wie erkennen GEO-Strategen, welche Themen sie wie und wo platzieren sollten, um in genau diesen Kontexten präsent zu sein? Für ein strukturiertes Vorgehen hat ph einen 5-Schritte-Plan entwickelt. Er bietet Orientierung, macht den Status quo messbar und ebnet systematisch den Weg zu einer belastbaren KI-Präsenz.

  1. Baseline & KI-Sichtbarkeit
    Wir starten mit einer Standortbestimmung: Wie erscheint das Unternehmen heute in verschiedenen KI-Suchsystemen? Neben einem klassischen Sichtbarkeits-Check führen wir ein gezieltes Monitoring durch, das aufzeigt, in welchen KI-Antwortsystemen die Marke bereits präsent ist – und in welchem Kontext. Dabei verlassen wir uns nicht allein auf quantitative Key Performance Indicators (KPIs), sondern bewerten Brand Mentions qualitativ im inhaltlichen Zusammenhang. Eine Gap-Analyse identifiziert außerdem die Unterschiede zwischen klassischer Suche und modernen KI-Ergebnissen. So werden ungenutzte Chancen und konkrete Handlungsfelder sichtbar.
     
  2. KI-Readability & Vulnerabilität
    Im zweiten Schritt richten wir den Blick nach innen: Wie gut können KI-Systeme die vorhandenen Inhalte interpretieren – und wo entstehen potenzielle Angriffsflächen für Fehlinterpretationen? Wir prüfen, ob die Inhalte strukturell, technisch und inhaltlich so aufbereitet sind, dass KI sie als Quelle erkennen, verstehen und zitieren kann. Gleichzeitig analysieren wir die Vulnerabilität: Wo könnten Unschärfen, veraltete Informationen oder widersprüchliche Signale zu Falschinformationen oder Reputationsschäden führen? Unser Ziel: Wir machen Inhalte KI-tauglich und reduzieren ihre Angreifbarkeit, sodass sie von KI-Systemen bevorzugt als verlässliche Quelle genutzt werden.
     
  3. GEO-Strategie
    Auf Basis der Analysen entwickeln wir eine maßgeschneiderte GEO-Strategie mit einer zentralen Leitfrage: Für welche Themen soll das Unternehmen als führende Quelle wahrgenommen werden? Wir erstellen Guidelines und Prozesse für KI-optimierte Inhalte, identifizieren relevante Kanäle und entwickeln ein Pilotkonzept für erste Maßnahmen. Dabei beziehen wir externe Plattformen wie Medienportale und Community-Foren gezielt ein, um die Chancen auf KI-Zitationen zu erhöhen und die digitale Reputation weiter zu stärken.
     
  4. Exploration & Monitoring
    Im vierten Schritt setzen wir die geplanten Maßnahmen um und überwachen deren Wirkung kontinuierlich. Wir analysieren, welche Inhalte von KI-Systemen tatsächlich als Quelle genutzt werden und wie sich die Sichtbarkeit sowie die Wahrnehmung der Marke entwickeln. Relevante Erfolgsmetriken wie Citation Rate oder AI Visibility Score erfassen wir und werten sie aus, um Lerneffekte sichtbar zu machen und die Strategie gezielt weiterzuentwickeln.
     
  5. Skalierungskonzept
    Im fünften Schritt beginnt die eigentliche GEO-Reise im Unternehmen: Wir schaffen GEO Literacy – das heißt, wir etablieren das strategische Verständnis, die Kompetenzen und die Routinen, die für nachhaltige Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen erforderlich sind. Anders als in den ersten Etappen gibt es hier kein starres Zielbild. Stattdessen entwickeln wir gemeinsam mit den Kund:innen individuelle Wege, die auf Reifegrad, Use Cases und Stakeholder zugeschnitten sind. Im Fokus steht ein Lernmodus mit klaren Leitplanken, in dem wir neue Ansätze ausprobieren, validieren und weiterentwickeln. So entsteht echte GEO-Kompetenz – und eine Strategie, die flexibel auf neue Entwicklungen reagieren kann. 
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